Arbeitseinsatz bitte vormerken

Am Freitag 28.09.2018 werden wir ab 14 Uhr auf unserem Vereinsgelände dringend notwendige Arbeiten an der Außenanlage durchführen. Bitte liebe Vereinsmitglieder haltet diesen Termin im Terminkalender fest und unterstützt mit Eurem Einsatz die Erhaltung unserer Vereinseinrichtungen.

Neuer Wein und Zwiebelkuchen aus‘m Backhäusle

Am Sonntag 07.10.2018 gibt es zum neuen Wein wieder leckeren Zwiebelkuchen aus’m Backhäusle.

Katrin Flaisch | Schriftführerin

Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte – Schlossscheuer Poltringen

Schlosshof 1905Neben dem Schloss ist in dem Ensemble rund um den Schlosshof das größte Gebäude die Schlossscheuer (bzw. der Fruchtkasten).

Diese wird in der Liste der Kulturdenkmale des Landesdenkmalamtes folgendermaßen beschrieben:
„Fruchtkasten (Schlossscheune), zweigeschossige Ökonomie mit Satteldach und Mittelrisalit, Erdgeschoss massiv mit profilierten Rundbögen, Obergeschoss Fachwerk, 16. Jahrhundert, nach Brand 1930 in veränderter Form wieder hergestellt. Es handelt sich um den ehemaligen Fruchtkasten (Schlossscheune, Wasserschloss 4), der in seinem Erdgeschoss wohl noch aus dem 16. Jahrhundert stammt, und sein heutiges Aussehen mit den rein konstruktiven Fachwerkwänden dem Wiederaufbau nach einem Brand im Jahr 1930 verdankt. Dieses einst in seiner Kubatur noch stattlichere Gebäude lässt im Erdgeschoss des Mittelrisalits deutlich seine historischen Wurzeln erkennen. Hier haben sich zwei reich profilierte und ornamentierte Rundbogenportale erhalten, von denen das linke, breitere den Zugang zur Kellertreppe ermöglicht. Sie erschließt einen weiträumigen Keller und einen kleinen Nebenraum auf halber Treppenhöhe. Das rechte, schmalere Eingangstor führt zum Treppenaufgang in die Lagerräume.“

In der Herrenberger Oberamtsbeschreibung von 1855 findet sich dieser Hinweis:
“Zunächst des Schlosses steht das vormalige Amtshaus und eine im alten Styl massiv erbaute, mit einem Staffelgiebel versehene Mühle, außer welcher noch mehrere Öconomiegebäude vorhanden sind, unter denen sich der dem Schloß gegenüberstehende Fruchtkasten durch seine Großartigkeit und seinen massiven Bau auszeichnet. Sämtliche Gebäude schließen einen namhaften Hofraum ein, außerhalb dessen steht zunächst an der am Schloßhofe vorüberführenden Vicinalstraße eine Kelter.”

Wer hierzu vertiefende Informationen beitragen kann (z.B. Bilder / Beschreibungen der Schlossscheuer besitzt oder kennt?) oder andere Geschichten als „Fundstücke“ beitragen möchte, kann sich gerne bei unserer AG melden (heimatgeschichte@hwv-ammerbuch.de).

Für die AG „Poltringer Heimatgeschichte“, Boris Dieter

Frühwanderung zur Schaukanzel (Hirschbrunft) am Samstag den 22.09.18

Um 5.30 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Hirschbrunft in den Schönbuch. Treffpunkt wie immer am Rathaus in Poltringen. Bitte Taschenlampe mitnehmen. Gastwanderer können am Parkplatz Saurucken in Entringen zustoßen. Anschließend treffen wir uns wieder zum gemeinsamen Frühstück im Hotel Schmoll in Entringen.

Wanderführer | Gerold Sailer

Einladung

Das erste Treffen im Juni 2018 war ein voller Erfolg. Niemand ahnte damals, dass zum Tag des Denkmals am 9. September in die Schlossscheune so viele Besucher kommen würden. Dank Meinrad Schmid und seinen Helfern konnten nicht nur Dreschmaschinen aus verschiedenen zeitlichen Epochen sondern auch ein kleines Heimatmuseum besichtigt werden.
Auch bei unserem nächsten Treffen werden wir wieder Geschichten und Erzählungen aus “früheren Zeiten” hören. Wer möchte, kann alte Bilder mitbringen. Wer hat noch alte Fotos von der Schlossscheune?

Alle- ob “Poltinger” oder “Zugezogene” sind recht herzlich zu diesem Treffen am Dienstag, den 18. September um 20.00 Uhr in die Palmberghütte eingeladen

Heimat- und Wanderverein Ammerbuch e. V.
Arbeitsgemeinschaft Poltringer Ortsgeschichte

Stark besuchter 1. Poltringer „Tag des offenen Denkmals“ rund um die Schlossscheuer Poltringen

HWV AG Tag des Offenen DenkmalsAls erste Aktion, der im Frühjahr 2018 unter der Leitung von Margot Sailer gegründeten AG „Poltringer Heimatgeschichte“, fand am 09.09.18 anlässlich des bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ ab 11 Uhr ein ortsgeschichtlicher Tag (der einzige in Ammerbuch) rund um die im Gemeindebesitz befindliche Schlossscheuer statt.
Bei herrlichem Sommerwetter konnte der Organisator Meinrad Schmid und sein Helferteam u.a. zu den zwei anberaumten Führungen zu deren großer Freude über 250 Interessierte aus Poltringen, Ammerbuch und dem Umland begrüßen. Daher konnten wegen der Menge auch nicht die geplanten Führungen durchgeführt werden, da dafür die zu besuchenden Räumlichkeiten zu eng gewesen wären und wurden durch je eine geschichtliche Einführung durch Meinrad Schmid und Boris Dieter ersetzt.
Dies führte auch dazu, dass schon mittags Rote Wurst und Brötchen aus waren, da auch der JCP – Jugendclub Poltringen, der erfreulicherweise kurzfristig das Catering übernommen hatte, von dem Andrang überrascht war. Kuchen und Getränke waren aber in großer Auswahl, wohl gekühlt und ausreichend vorhanden und fanden guten Absatz.
Es konnten das durch den Mühlebesitzer Christoph Holz freundlicherweise zugänglich gemachte Mühlrad in Aktion besichtigt werden, in den uralten Schlossscheuerkeller hinabgestiegen werden, der Farrenstall und die dort ausgestellten und sonst in den oberen Stockwerken der Schlossscheuer lagernden ortgeschichtlichen Exponate der Museumssammlung des Bürgervereins Ammerbuch e.V. besichtigt werden. Zudem gab es in der Schlossscheuerremise neben kühlen Sitzgelegenheiten und der, über sechs (!) Stockwerke bis unters Dach reichenden, 30 m Leiter (Amtsblatt-) Artikel, Bilder und Präsentationen über Schlossscheuer, Schlosskauf/-verkauf, Schlossscheuerbrand und generell die Poltringer Ortsgeschichte zu finden. Vor der Schlossscheuer konnten Maschinen und Gerätschaften zu „100 Jahre Dreschen“ besichtigt werden; von einer modernen vollautomatischen Dreschmaschine bis zu Handflegeln, die auch in einem Vierrerteam zweimal eindrucksvoll vorgeführt wurden.
Abgerundet wurde der Tag durch eine nachmittägliche Musiksession mit dem Musikerpaar Jürgen Sturm & Mary Jane inklusive Absingen des „Poltringer Heimatliedes“, einem Hanomag-Traktor von 1937 (von Wolfgang Stöhr), dem Besuch eines Falkners mit zwei Wanderfalken und der Präsenz unserer Bürgermeisterin Christl Halm. Um 17 Uhr verließen dann die letzten zufriedenen Besucher das Gelände und der Abbau konnte beginnen.
Die Besucher waren auch so spendenfreudig, dass noch ungedeckte Unkosten durch deren Spenden abgedeckt werden konnten. Weitere Kosten übernahm im Vorfeld hilfreicherweise der Bürgerverein Ammerbuch e.V..
In Planung ist in Zusammenarbeit mit den privaten Eigentümern ggf. den Bundesdenkmaltag 2019 dem Poltringer Wasserschloss zu widmen.
Besonderer Dank ist neben Meinrad Schmid folgenden Helfern zu zollen, die zudem Urkunden, Verpflegungsgutscheine und Ammertäler Wein zum Dank erhielten: Melchior Hartmann, Josef Baur, Theo Hartmann, Berta Schluttenhofer, Rose Hartmann, Rudolf Wellhäuser, Alfred Baur, Albrecht Sailer, Gerold Sailer, Elsbeth Holz (Spinnen), Jörg Holz (Dengeln) und Willi Friedrich.
Hilfreich war auch die kostenfreie Unterstützung der „Stiftung Denkmalschutz“ mit Prospekten, Magazinen, Aufklebern, Urkunden und Plakaten sowie von Ortsvorsteher Reinhold Hess und die Gemeindeverwaltung für die Aktion.
Wer sich dadurch motiviert aktiv zum Thema Heimatgeschichte einbringen möchte oder Fragen hat, kann sich gerne an diese E-Mail-Adresse wenden: heimatgeschichte@hwv-ammerbuch.de.

Für die AG „Poltringer Heimatgeschichte“, Boris Dieter

Arbeitseinsatz verschoben

Der für den 14.09.2018 geplante Arbeitseinsatz wird auf den 28.09.2018 verschoben.

plakat-tag-des-offenen-denkmalsBesichtigung Schlossscheuer Poltringen (und Mühlrad) – Tag des offenen Denkmals am 09.09.2018

Alle Interessierten sind von der neugegründeten “AG Poltringer Heimatgeschichte” herzlich eingeladen die sonst nicht öffentlich zugängliche Schlossscheuer des Poltringer Wasserschlosses am nächsten Sonntag, dem 25 jährigen Jubiläum des sog. “Bundesdenkmalstags”, in Teilen zu besichtigen. Besichtigt werden können:

  • Schlossscheuer (nur Erdgeschoss aus Sicherheitsgründen)
  • ehemaliger Farrenstall (hier sind eine kleine Auswahl diverse Austellungsgegenstände eines früher geplanten Heimatmuseums zu sehen, die dem Bürgerverein Ammerbuch e.V. gehören und in den weiteren Stockwerken lagern)
  • ggf. Schlosskellerräume
  • sowie das Mühlrad im Nachbargebäude

Zudem wird vor der Schlossscheuer mit Geräten die Geschichte des Dreschens der letzen hundert Jahre gezeigt.

Geführt werden die Besucher durch Mitglieder der AG, die dazu die Räumlichkeiten besuchsbereit gemacht haben. Die Führungen finden um 11 und um 14 Uhr statt und dauern etwa 1 h. Eine Bewirtung mit Getränk, Kaffee und kuchen erfolgt dankenswerterweise durch den Jugendclub Poltringen.

Das Kulturdenkmal Schlossscheuer (oder Fruchtkasten), eines von 16 Kulturdenkmalen in Poltringen, hat auch noch nach dem Brand von 1930 und reduziertem Wiederaufbau gewaltige Ausmaße. Sie besteht aus einer zweigeschossigen Ökonomie mit Satteldach und Mittelrisalit, einem massiven Erdgeschoss mit zwei reich profilierten und ornamentierten Rundbogenportalen (Keller- und Treppenhauszugang) und, wo nicht durch den Brand zerstört, aus einem Obergeschoss mit Fachwerk aus dem 16. Jahrhundert.

Sie ist schon auf dem ersten überlieferten Bild des Talschlosses von vor dem Umbau 1613 sehen, bestand da aber sicher schon sehr viel länger. Sie ist im Besitz der Gemeinde Ammerbuch, ein Verkauf des Gebäudes ist mangels Nutzungsbedarf durch die Gemeinde immer wieder im Gespräch.

Der Tag des offenen Denkmals öffnet der Bevölkerung historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, er bietet “Geschichte zum Anfassen” und soll die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Weitere Informationen und die anderen zu besichtigenden Denkmäler in der Region finden sich hier: www.tag-des-offenen-denkmals.de

AG Poltringer Heimatgeschichte

Katrin Flaisch | Schriftführerin

Hüttenbetrieb Dienstagstreff

Der nächste Dienstagstreff findet am 04.09.2018 ab 15:00 Uhr in der Palmberghütte statt. Auf viele gut gelaunte Gäste freuen sich Moni, Gabi und Wolfgang.

Vorschau September und Oktober

  • 14.09. Arbeitseinsatz Palmberghütte (14 Uhr)
  • 18.09. Treffen Arbeitsgemeinschaft Poltringer Heimatgeschichte (20 Uhr)
  • 22.09. Frühwanderung zur Hirschbrunft mit Frühstück (Gerold)
  • 07.10. Neuer Wein und Zwiebelkuchen

Katrin Flaisch | Schriftführerin

Arbeitsgemeinschaft Poltringer Heimatgeschichte

Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte – Bergschloss „Oberpoltringen“

HWV AG Heimatgeschichte Bild + Lage SchlossVon 1603 bis ca. 1790 besaß Poltringen neben den zwei Kirchen auch zwei Schlösser. Das seit ca. 10 Jahrhunderten im Talgrund liegende Wasserschloss und das auf der Anhöhe oberhalb des ehemaligen Gasthofes „Adler“ stehende sogenannte evang. Bergschloss oder Schloss Oberpoltringen. Daher auch die Gewannbezeichnung und Bus-Haltestelle „Schlösslesäcker“.

Seine Entstehung verdankt das Bergschloss mit der Reformation (ab 1535) und der geteilten Ortsherrschaft. Im Bergschloss residierte die evang. Ortsherrschaft (beginnend mit Jakob von Ehingen), im Talschloss die kath. Ortsherrschaft (damals die Freiherren von Wolkenstein). Interessanterweise wurde das Bergschloss 1603 von Heinrich Schickhardt erbaut und 10 Jahre später das Talschloss von ebendiesem zur heutigen Form umgebaut.

Nachfolgend sieht man die einzige Zeichnung des Schlosses (aus „Forstlagerbuch“ von Andreas Kieser). Leider gibt es außer dieser Zeichnung aus dem Jahre 1683 kein Bild des Bergschlosses. Auch Recherchen direkt bei den letzten Besitzern, den Freiherren von Ulm-Erbach, ergaben keine bildlichen Darstellungen. Die Besitzerfamilien vorher wie z.B. von Ehingen, von Pistorius oder von Zweifel scheinen ausgestorben zu sein und konnten nicht kontaktiert werden.

Eine kurze Beschreibung des Inneren aus dem Zeitraum 1780 bis zum Abbruch spätestens 1800 findet sich auf Seite 108/109 des Heimatbuches von 1971:

„Das Schloss Ober-Poltringen ist á la Moderna gebaut, hat schöne, hohe Stuben: 15, Kammern: 13, eine schöne Küche und Speisekammer, Rauch- und Waschhaus, einen gar schönen Keller zu 500 Eimer Wein, 2 artige Gewölbe, einen recht schönen Pferdestall mit 14 Ständen, hoch, einem Zimmer gleich und hell, einen wohl bemauerten Bronnen mit dem gesündesten Wasser, dann genug saubere Viehställe und eine massive Scheuer“.

Das Bergschloss lag dort, wo heute die Straßen Pfalzgrafenring und Hohenbergstraße verlaufen (Gebiet im mit Winkeln eingezeichneten Viereck). Dort finden sich als steinerne Zeugen als Funde im Bauaushub zum Beispiel Grenzsteine mit dem Ehinger Wappen, ein nach oben weisender Winkel.

Wer hierzu vertiefende Informationen beitragen kann (z.B. Bilder / Zeichnungen / Beschreibungen des Bergschlosses besitzt oder kennt?) oder andere Geschichten als „Fundstücke“ beitragen möchte, kann sich gerne bei unserer AG melden (heimatgeschichte@hwv-ammerbuch.de).

Das nächste Treffen der Arbeitsgemeinschaft findet am 18.09.2018 um 20:00 Uhr in der Palmberghütte statt.

Für die AG „Poltringer Ortsgeschichte“, Boris Dieter

Ausflug zum Campus Galli in Meßkirch; (www.campus-galli.de)
Am Samstag 04.08.2018

Um 10.00 Uhr starteten wir unseren Ausflug nach Meßkirch. Eine Gruppe von 10 Personen begab sich auf eine Einzigartige Zeitreise ins 9. Jahrhundert. Eine Gruppe von Handwerkern und freiwilligen Helfern begann auf der Mittelalterbaustelle „Campus Galli“ eine ganze Stadt nach dem St. Galler Klosterplan zu errichten. Es ist unbeschreiblich, wie sich die Menschen das Handwerk vom 9. Jahrhundert aneignen um wie damals zu arbeiten, mühsam von Hand gemacht, bei Wind und Wetter. Während des Rundgangs durch die Klosteranlage konnten wir mit den sehr freundlichen Mitarbeitern auf der Baustelle intensive Gespräche führen und dadurch selbst viele Erfahrungen aus dem 9. Jahrhundert sammeln. Alle Teilnehmer waren überwältigt, mit welchem Elan die Leute dieses Mammutprojekt ausführen. Man sollte die Baustelle immer wieder besuchen oder selbst mitarbeiten um den Fortschritt zu beobachten. Bei der Rückreise machten wir noch einen ausgedehnten Stopp in Honau, bevor es Richtung Poltringen ging.

Gerold Sailer| Wanderführer

Arbeitsgemeinschaft Poltringer Heimatgeschichte

Die Arbeitsgemeinschaft hat sich ans Werk gemacht. Im Amtsblatt sollen in unregelmäßigen Abständen Artikel zur Arbeit der AG Poltringer Heimatgeschichte erscheinen. Hier nun der Erste:

Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte – Kauf und Verkauf des Tal- / Wasserschlosses durch die Gemeinde

Anzeige von 1905 (http://www.oberamt.de/alte-Ansichtskarten-von-Nebringen-Nellingsheim-Nufringen-Oberjesingen-Oberjettingen-Oberndorf-Oeschelbronn-Pfaeffingen-Poltringen)

Anzeige von 1905

Der Kauf und der Verkauf des Tal- / Wasserschlosses waren für die Gemeinde Poltringen sehr wichtige Ereignisse in der Ortsgeschichte.
Da das Schlossgut ein Drittel der Ortsgemarkung und die besten Böden einnahm (!), war dessen Kauf für das wirtschaftliche Auskommen und die Eigentumssituation der Einwohner, der damals noch bäuerlichen und aufgrund der Besitzsituation eher armen Gemeinde, von sehr großer Bedeutung. Ein erster Versuch, den das zuständige Oberamt nicht erlaubte, scheiterte schon 1874, aber 1890 war die Gemeinde dann erfolgreich mit dem Kauf von Schlossgut und Schloss.
Die Gemeinde konnte nun die Grundstücke an die bisher landarmen Einwohner verkaufen. Um den Kaufpreis neben einem Kredit zu finanzieren wurden umgehend die zum Schlossgut gehörende Mühle (an die Vorfahren der heutigen Mühlebesitzer Familie Holz) und der Schlosswald im Schönbuch verkauft.
Auch das Schlossgebäude selbst versuchte man, mangels Bedarf bzw. da die Unterhaltung für die Gemeinde zu aufwändig war, zu verkaufen. Dies war allerdings trotz erheblicher Bemühungen der Gemeinde 70 Jahre lang erfolglos.
Dazwischen gab es dann verschiedene Nutzungen als Schule, Kindergarten, Schwesterstation, Arbeitsschule für Mädchen und Flüchtlingsunterkunft.
Für den Kauf gab es verschiedenste Interessenten / Nutzungspläne: “Anstalt der Centralstelle des Wohltätigkeitsvereins”, Uhrenfabrik, Lederfabrik, Holzwarenfabrik, Sanatorium, bischöfliches Ordinariat, Ferienheim, Altenheim, Studentenwohnheim, Verein, Professorenwohnhaus und Bundeswehr.
Wegen Baufälligkeit schlug das Landratsamt dann 1958/59 den Abriss und die Streichung aus der Denkmalsliste vor.
1966 fand sich dann zum Glück mit Herr Boethin endlich ein Käufer für das Schlossgebäude, der erst ein Hotel plante und dann die Nutzung in eine Eigentumswohnungsanlage änderte und so dieses kulturelle Kleinod und Identifikationssymbol für Poltringen erhielt.
Im Detail findet man die obengenannten Informationen in Mechthild Fingerle-Weißhaar „Siedlung und Sozialstruktur in einem ritterschaftlichen Dorf: Poltringen im 19. Jahrhundert“, 1992 (Zulassungsarbeit).
Wer hierzu vertiefende Informationen beitragen kann oder andere Geschichten als „Fundstücke“ beitragen möchte, kann sich gerne bei unserer AG melden. Fragen oder Informationen gerne per e-mail an heimatgeschichte@hwv-ammerbuch.de

Für die AG „Poltringer Ortsgeschichte“, Boris Dieter

Ausflug zum Campus Galli in Meßkirch (www.campus-galli.de)

Am Samstag 04.08.2018
Abfahrt in Poltringen in Fahrgemeinschaften um 10.00 Uhr am Rathaus.
Eintritt incl. Führung ab 12 Personen 11,00€ + Fahrgeld (170 Km) 8,50€ direkt an den Fahrer
Anmeldung unter Tel.: 07073 2127

Katrin Flaisch | Schriftführerin

Rückblick zur Nachtwächterführung am 14. Juli 2018

Wider Erwarten viele Mitglieder und Freunde des Heimat-und Wandervereins trafen sich zum vereinbarten Termin am Bahnhof Pfäffingen.
Die Ammertalbahn brachte uns an den Hbf. nach Tübingen. Von dort ging es zu Fuß vorbei am Anlagensee zu unserem ersten Ziel, dem Mauganeschtle am Schlossberg.
Hier mussten erst einmal Sitzplätze für unsere 25-köpfige Gruppe organisiert werden und so manche Bedienung hatte ihre liebe Not mit uns. Nach kurzem Tische und Stühle rücken konnte die Gemütlichkeit zum Abendessen aufkommen.
Der Ausblick von „der schönsten Terrasse in Tübingen“ an einem wunderschönen Sommerabend war wirklich ein Genuss.
Zwischenzeitlich traf auch unser Nachtwächter Oli ein; wir waren, zugegeben, etwas überrascht, dass dieser der Hitze wegen in Hawaiihemd und Shorts erschien und nicht im schwarzen Gewand.
Die Führung durch die Stadt war interessant; sicherlich für viele nicht neu, aber dennoch wurden Einige an Plätze geführt, von denen sie völlig überrascht waren.
Gegen 22 Uhr verabschiedete sich unser Nachtwächter und während die eine Hälfte der Gruppe die Heimreise antrat, gab es für den Rest noch einen gemütlichen Absacker im Neckarmüller Biergarten.
Auf dem Heimweg konnte man hören, dass doch alle sehr zufrieden waren vom Programm des Abends.

Wanderführerin Margarete

Ausflug zum Campus Galli in Meßkirch (www.campus-galli.de)

Am Samstag 04.08.2018
Abfahrt in Poltringen in Fahrgemeinschaften um 10.00 Uhr am Rathaus.
Eintritt inkl. Führung ab 12 Personen 11,00€ + Fahrgeld (170 Km) 8,50€ direkt an den Fahrer
Anmeldung unter Tel.: 07073 2127

Katrin Flaisch | Schriftführerin

Sommergrillfest für alle Mitglieder

Am Samstag 21.07.2017 beginnt ab 14:00 Uhr unser Sommergrillfest für alle Mitglieder und Ihre Angehörigen. Wir freuen uns auf Euer kommen!

Nachtwächterführung in Tübingen am 14. Juli 2018

Zur Erinnerung: Wir treffen uns am Samstag, 14. Juli 2018 um 16.45 Uhr an der Ammertalbahn in Pfäffingen.

Erstes Treffen der “Arbeitsgemeinschaft Poltringer Heimatgeschichte”

Am 12.06.2018 fand abends in der Palmberghütte das erste gut besuchte und lebhafte Treffen der “Arbeitsgemeinschaft/AG Poltringer Heimatgeschichte” statt. Diese ist nun eine neue Sparte des Heimat- und Wandervereins Ammerbuch e. V. (HWV) unter der Leitung von Margot Sailer unterstützt von Boris Dieter. 16 Neu- und Alt-Poltringer/innen diskutierten dort mögliche Aktivitäten der AG, tauschten sich rege und kenntnisreich zu historischen Bildern, Studien und aktuellen Recherchen aus und hatten einen interessanten Abend. Weitere Interessenten waren zeitlich verhindert und wollten bei den nächsten Treffen dazustoßen.
Als nächste Aktivitäten sind folgende geplant:

  • am Tag des offenen Denkmals am 9. September 2018: Organisation der Besichtigung der Schlosscheuer
  • eine “Ortsarchiv-Putzete
  • Fortsetzung der Recherche zum “Gässle-Brünnele/Kanal”
  • Klärung einer Besichtigungsmöglichkeit im Wasserschloss evtl. in 2019

Was auch noch gesucht wird, ist ein “Ortsarchivar”, d.h. jemand der ortsgeschichtliche Dokumente (Literatur zu Poltringen, Bilder, Rechercheergebnisse, Aufzeichnungen etc.) entgegennimmt oder sogar aktiv sammelt, und möglichst digitalisiert um das Ortsarchiv zu ergänzen und um später ggf. Veröffentlichungen auf der Homepage des HWV oder „Ammerbuch Aktuell“ vorzunehmen.

Bei allen Aktivitäten freuen sich die Zuständigen immer über weitere Helfer und Unterstützer (gerne auch „Zugezogene“). Gerne melden bei Margot Sailer 07073/2127 oder E-Mail 1.Vorstand@hwv-ammerbuch.de (oder Boris Dieter boris.dieter@arcor.de).

Als nächstes Treffen wurde der 18.09.2018 um 20 Uhr in der Palmberghütte vereinbart. Wer bei ortsgeschichtlichen Themen aktiv mitarbeiten, ist hierzu herzlich eingeladen. Die Arbeitsgemeinschaft freut sich immer über das Beisteuern von Bildern und Geschichten.

Katrin Flaisch | Schriftführerin

Hüttenbetrieb Dienstagstreff

Der nächste Dienstagstreff findet am 03.07.2018 ab 15:00 Uhr in der Palmberghütte statt. Auf viele gutgelaunte Gäste freuen sich Moni, Gabi und Wolfgang.

Katrin Flaisch | Schriftführerin