Vorschau Juni 2024
01.06.2024 Arbeitseinsatz vormittags und Vereins-Grillfest in der Palmberghütte nachmittags
02.06.2024 Grenzsteinwanderung und Führung
07.06.2024 Spieleabend
21.06.2024 Sonnwendfeier auf dem Palmberg
Vorschau Juni 2024
01.06.2024 Arbeitseinsatz vormittags und Vereins-Grillfest in der Palmberghütte nachmittags
02.06.2024 Grenzsteinwanderung und Führung
07.06.2024 Spieleabend
21.06.2024 Sonnwendfeier auf dem Palmberg
HWV Grenzsteinwanderung und Führung
Für alle interessierten Mitglieder und deren Freunde oder Angehörige bieten wir am Sonntag, den 2. Juni 2024 von 15:45 Uhr bis etwa 18 Uhr eine Wanderung mit Boris Dieter zum „Ammerbucher Grenzstein Refugium“ (AGR) an. Da wir auch abseits befestigter Wege unterwegs sind, ist festes Schuhwerk nötig.
Treffpunkt ist unter der Linde am Flugsportverein Poltringen. Von dort werden wir das AGR ansteuern, dort eine Führung machen und auf dem Rückweg ein paar Grenzsteine an ihrem historischen Standort besuchen. Mittlerweile gibt es nach dem Start im Jahr 2022 mit zwei Steinen dort schon 34 gerettete Grenzsteine und die in der Palmberghütte befindliche, dazugehörige Grenzsteinzeugensammlung.
Von dort kehren wir wieder zum Ausgangspunkt zurück und es gibt die Möglichkeit den Tag im „Goldenen Propeller“ mit Essen und Trinken ausklingen zu lassen. Eine Reservierung für 15 Personen dort ist erfolgt. Zur genauen Planung der dort benötigten Plätze ist eine verbindliche Anmeldung für das Restaurant bei Boris Dieter unter 07073-300 769 oder boris.dieter ät arcor punkt de bis 30.05.2024 erwünscht.
Für die „Arbeitsgemeinschaft Poltringer Ortsgeschichte, Boris Dieter
Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte – „Urfehde“
Von 1533 gibt es eine Urkunde im Stuttgarter Hauptstaatsarchiv eines Jorg Maurer aus Poltringen, in der er Urfehde schwört (Hauptstaatsarchiv Stuttgart Signatur J 13 U 86).
Die Urfehde oder Unfehde, der Verzicht auf Fehde oder Rache am Gegner, begegnet man im Mittelalter als Streiturfehde und als Hafturfehde. Die Streiturfehde beendete eine begonnene oder angedrohte Fehde, während im Zuge einer Hafturfehde ein freigelassener Häftling eidlich versprach, sich nicht an den für seine Verhaftung Verantwortlichen zu rächen. Der Delinquent anerkannte die Strafwürdigkeit seines Vergehens oder Verbrechens und schwor, sich nach der Haftentlassung weder am Gerichtsherrn noch bei seinen Dienern und Beamten zu rächen. Zugleich anerkannte er mit der Urfehde die ihm auferlegte Strafe. Im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit war vor allem die Hafturfehde von Bedeutung. Fast alle inhaftierten Personen wurden nur mit einer schriftlich beurkundeten Urfehde entlassen und unter Strafe gestellt. Heute ist damit die Bewährungsstrafe vergleichbar. Die Urfehde beruht auf den Blutrachevorstellungen der Germanen, bei denen der Streit durch eine eidliche Vertragsform beigelegt wurde.
Text des Pergaments:
„Jorg Maurer (Muwrer) von Poltringen schwört nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis im Turm zu Horb, in das er wegen gewaltsamer Entführung der Frau seines Dienstherrn, des Walkmüllers Jacob Folgk zu Horb, namens Margarethe Schnäblerin und wegen ausgestoßener, lebensgefährlicher Drohungen gegen seinen Herrn gekommen war, Urfehde gegen König Ferdinand, dessen Erben, Haupt- und Amtleute, Räte und Diener sowie die Stadt Horb.
1533 Juni 20 (freiitag nach sant Veits des hailligen martiers tag von geburt Cristi unsers lieben hern als man zalt funffzehenhundert dreissig und drii iar)
Siegler: Junker Jheronimus Ifflinger von Graneck zu Horb“
Warum Jorg Maurer die Frau seines Dienstherrn entführt hat und ihm massiv gedroht hat, war bisher leider nicht zu recherchieren.
Der Familienname Maurer ist in Poltringen erstmals im 14. Jahrhundert schriftlich nachweisbar. So ist im Bebenhäuser Urbar von 1356, dem ersten Gesamtverzeichnis der jährlichen Einnahmen des Klosters Bebenhausen als Abgabenschuldner oder Anlieger ein Bertoldi Múrer (Berthold Maurer) genannt. Im württembergischen Schönbuch-Urbar von 1383 ist bezüglich Waldnutzungsrechten und Einkünfte ein Haintz der Murer (Heinz Maurer) erwähnt.
Wer hierzu vertiefende Informationen beitragen kann oder andere Geschichten als „Fundstücke“ beitragen möchte, kann sich gerne bei unserer AG melden (heimatgeschichte ät hwv-ammerbuch punkt de).
Für die AG „Poltringer Ortsgeschichte“, Boris Dieter
Maibaumstellen
am Dienstag, 30.04.2024 bei der Palmberghütte Poltringen
17:00 Uhr: Alle Kinder sind herzlich eingeladen, den Maibaum mit uns zu schmücken (unter Aufsicht der Eltern).
18:00 Uhr: Hocketse mit Bewirtung: Hamburger und Currywurst
18:30 Uhr: Maibaumstellen mit Liedern und Gedichten unter dem Maibaum
Parkmöglichkeiten an der Hütte oder am Poltringer Sportplatz.

Wanderung zum Lembergturm in Gosheim am Donnerstag 09.Mai 2024
Treffpunkt Donnerstag 09.05. um 09.30Uhr am Sportplatz in Poltringen.
Wir fahren mit privat Pkw nach Gosheim.
Nach langer Zeit besuchen wir mal wieder den Schwäbischen Eifelturm. Die Ortsgruppe feiert den 125 jährigen Geburtstag des Lembergturms mit einem entsprechenden Festprogramm.
Wir parken auf dem Lembergparkplatz und wandern von dort hoch zum Lembergturm.
Den Fahrtkostenanteil von 8,00€ gibt jeder bitte direkt dem Fahrer mit dem er mitfährt.
Um planen zu können, bitten wir um telefonische Anmeldung bei Gerold 07073 2127
Mitfahrer und Fahrer!
WF: Gerold
Anmeldung zur Spendenwanderung 2024
Hallo liebe Wanderfreunde
am Sonntag, den 05. Mai 2024 veranstaltet die Kreissparkasse Tübingen eine Spendenwanderung.
Für jeden gewanderten Kilometer spendet die Kreissparkasse Tübingen einen Euro.
Der Treffpunkt befindet sich am Sportgelände des TSV Dettingen, Härlesweg 59, 72108 Rottenburg
Eintreffen der Wanderer ist zwischen 10:00 Uhr und 11:00 Uhr.
Tour1: 6 KM
Tour2: 9 Km
Tour3: 12KM
Tour F – Familientour (geländegängige Kinderwagen geeignet)
Außerdem wartet auf alle Kinder ein tolles Kinderprogramm.
Am Ende der Tour erhaltet Ihr einen Spendengutschein für die gelaufenen Kilometer. Mit diesem werden wir eine Ammerbucher Einrichtung unterstützen.
Anmeldeschluss ist der 26.April 2024. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt.
Alle Infos : wirwunder.de/tuebingen
Anmeldung:
Bei Gerold Sailer Tel. 07073 2127
„Lust auf Geschichte als Hobby? – Heimatgeschichte erforschen:
Einführung & Basiswissen“
Haben Sie Lust im Thema Geschichte aktiv(er) zu werden (Ortsgeschichte, Hausforschung, Vereinshistorie, Familiengeschichte, Heimatforschung, Firmenhistorie etc.)? Fehlt Ihnen Wissen und Kontakte dies umzusetzen? Möchten Sie erfahren, wie Sie Archive nutzen können und was dabei zu beachten ist? Brauchen Sie Tipps, wie Sie mit Ihren Forschungen starten könnten, wie man vorgehen kann, was man dazu braucht und wo man Unterstützung findet? Möchten Sie Hinweise, wo Sie sich konkret einbringen können? Dann könnte der nachfolgende Vortrag interessant für Sie sein!
„Lust auf Geschichte als Hobby? – Heimatgeschichte erforschen:
Einführung & Basiswissen“
Das Kreisarchiv Tübingen, Ammerbuch Aktiv und der Heimat- und Wanderverein Ammerbuch e.V. laden alle Interessierten aus dem Kreis Tübingen und Umkreis, die sich ehrenamtlich (mehr) in der Geschichtsforschung engagieren möchten zu dieser Veranstaltung ein:
Datum: 03.05.2024
Zeit: 19 Uhr (bis ca. 20:30 Uhr)
Ort: Zehntscheuer, Ammerbuch-Entringen
Voraussetzungen: keine Vorerfahrung notwendig, außer Interesse am Einstieg in Heimatforschung oder generelles Interesse an Möglichkeiten in diesem Bereich
Kosten: keine
Plätze: ca. 20
Infos: heimatgeschichte at hwv-ammerbuch punkt de oder 07073-300 769
Referenten: Dr. Anastasia Antipova, Kreisarchiv, Tübingen, und Boris Dieter, Ehrenamtlicher Beauftragter Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und Ortshistoriker, Poltringen


Spieleabend für alle am Freitag, 15. März ab 19.00 Uhr
Wer mal was Neues versuchen oder Altbekanntes in einer anderen Runde spielen möchte, ist hier genau richtig. Wer kennt UNO? Wer kann Kniffel, Binokel, Skat o.Ä.? Wer möchte sein Lieblingsspiel von damals den anderen vorstellen? Bringt ein Spiel mit oder kommt einfach so vorbei, es kommt jeder auf seine Kosten. Kommt mit guter Laune vorbei und zeigt, was ihr draufhabt. Es geht um Ruhm und Ehre!
Gäste sind herzlich willkommen.

Arbeitseinsatz am Samstag, den 16. März von 9.00 Uhr bis ca 13.00 Uhr
Eigentum verpflichtet, deshalb müssen wir in und um die Palmberghütte einen
„Großputz“ machen. Das heißt: Fenster putzen, Sitzkissen absaugen, Terrassenverkleidung abbauen, Außenanlage auf „Vordermann“ bringen usw.. (Bitte Arbeitshandschuhe und evtl.. Schubkarren mitbringen)
Wir freuen uns auf viele Helferinnen und Helfer!
Poltringer Wappen-Grenzsteine gesucht
Um das „Ammerbucher Grenzstein Refugium (AGR)“, Lage und Bilder siehe Google Maps, bezüglich Poltringen abzurunden, suchen wir noch je einen Grenzstein aus Ammerbuch mit den folgenden Inschriften (siehe Bilder bestehender Steine):

Hierfür kommen allerdings für das AGR nur Grenzsteine in Betracht, die nicht mehr an Ihrem ursprünglichen Platz stehen und/oder zerstört sind. Stehen Steine unzerstört an ihrem historischen Standort, dürfen diese nicht entfernt werden.
Sollten Sie von solchen Steinen wissen, können Sie sich gerne bei Boris Dieter (Tel. 07073 300769) oder unter heimatgeschichte ät hwv-ammerbuch punkt de melden. Die Steine werden dann von uns geprüft, mit Ihrer Zustimmung geborgen, gereinigt, ggf. fachmännisch repariert, dokumentiert und im Refugium eingebaut.
Arbeitseinsatz am Samstag, den 16. März von 9.00 Uhr bis ca 13.00 Uhr
Eigentum verpflichtet, deshalb müssen wir in und um die Palmberghütte einen
„Großputz“ machen. Das heißt: Fenster putzen, Sitzkissen absaugen, Terrassenverkleidung abbauen, Außenanlage auf „Vordermann“ bringen usw.. (Bitte Arbeitshandschuhe und evtl.. Schubkarren mitbringen)
Wir freuen uns auf viele Helferinnen und Helfer!
Spieleabend für alle am Freitag, 15. März ab 19.00 Uhr
Wer mal was Neues versuchen oder Altbekanntes in einer anderen Runde spielen möchte, ist hier genau richtig. Wer kennt UNO? Wer kann Kniffel, Binokel, Skat o.Ä.? Wer möchte sein Lieblingsspiel von damals den anderen vorstellen? Bringt ein Spiel mit oder kommt einfach so vorbei, es kommt jeder auf seine Kosten. Kommt mit guter Laune vorbei und zeigt, was ihr draufhabt. Es geht um Ruhm und Ehre!
Gäste sind herzlich willkommen.

Einladung zur Jahreshauptversammlung
Am Freitag 01.03.2024
In der Palmberghütte Poltringen
Beginn: 19:00 Uhr
Tagesordnung:
– Pause –
Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte – „Der Schulhausumbau von Heinrich Schickhardt 1630“
Heinrich Schickhardt (1558-1635), der Hofbaumeister des Herzogtum Württembergs, hatte viele Bezüge zu Poltringen. Er baute 1608 das Wasserschloss in die heutige Form um, er errichtete 1613 das Bergschloss „Oberpoltringen“ (Abbruch ca. 1791), er plante 1617 für das Bergschloss eine Steigleitung und Pumpstation an der Ammer und er verantwortete 1630 den Umbau von Schule und Pfarrhaus.
Zudem heiratete seine Nichte Anna (1593-1635) im Jahr 1624 Johann Jacob Dieterlin (1594-1629), der bis zu seinem Tod evang. Pfarrer in Poltringen war. Auch am benachbarten Schloss Roseck (undatiert) und in Altingen (Pfarrhaus 1622 und Zehntscheuer undatiert) war er an (Um-) Bauten beteiligt.
Deswegen ist Ammerbuch seit 2021 auch Teil der internationalen „Kulturstraße des Europarates Heinrich Schickhardt”, die von der Schweiz über Frankreich in unsere Region führt.
Über den Umbau der Schule gibt es im Stuttgarter Hauptstaatsarchiv unter der Signatur N 220 A 132 „Schulhaus“ fünf Blatt Dokumente (Teiltranskription mit Hilfe von Joachim und Marianne Renschler, Ellwangen, und Reinhold Bauer, Entringen). Hier Ausschnitte aus den Originaltexten (S. 1 erster Teil + S. 3):
„Im Jahre 1630. Poltringen Scholhaus. Ohngeverer Jberschlag
Zümer Arbeit
Der Zümermann soll zwischendt der Kürchof Maur und der Haus Thir, den obern Stockh sampt dem selbigen Gebelckh auf 15 s lang mit Hebgeschiren in die Hohe wie dar vor gewesen auf ziehen, 4 Aichene sail so weit sie vom Boden auff schadhaft absegen, die mit einer Aichen Schwellen die von der Maur bis an das Kellerloch geht underfahren, ein newe Pfete, 2. Newe Rigel und ein newe Schwellen auf dem ersten Gebelckh ein ziehen, die in der Schwellen beü der Thir den halben Theil her auß schneiden, ein Pfosten (und 1 Rigel) in die vor Stal Thir machen (und die Thir flickhen), in der hindereen Stal Thür 2 Rigel ein ziehen, in dem undern Häusern ein Rigel Wand und durch den Stall 2 1/2 s von der hendern Wand noch ein Rigel Wand, wie auch ein Kieh Kripen in Stall machen, Revernitur am Cloac an … in gedacht Genglin richten. ein Thir in Stal und eine zum Heimlikhait machen, 3. newe Stiegen (sampt einem Stiegenglenter) zurichten was am alten Holz noch guet soll er wider brauchen, im obern Stockh, in der einen Kamer und Zweüen Heusern, wie auch ob beiden Stuben, newe gefelzte Boden legen, den Thiren hellffen, die Briter so an die Balcken inder der Stuben abbrechen, gehobelte Bräter starckh an naglen. An dieser Arbeit mag ein Zimerman verdienen —————–20.fl (=Gulden).“
„Was die Schuolbehausung belangt, ist die selbig vornen neben der Haustür am Zu…….das sich einer unzuzen machte herum zu gehen, dann etliche Sail auf dem Boden abgefault, daher sich der Weinstock eingeschlagen, der ober hernacher gesessen, die Schwellen und Pfetten verdrückt, die Rigelwand heraussen gefallen, und sind auch die 3 Stiegen und namentlich alle Böden im ganzen Haus so ba??, dass die samt 2 Riegelwänden im Stall, auch Ofen, Türen, Fenster und -laden, mehrenteil von Neuem zu machen. Die unumänderliche Notdurft erfordert, so muss das Dach von neuem gedeckt, etliche Riegelwand ganz neu gemauert, und die andern ausgebessert werden, nachdem auch in dem einen Häusern der Kochherd und in dem andern der Hinterstuben-Ofen eingeheizt wird, ist ferner Gefahr zu verhindern von Nutz solche beide von …… gebrannten (Lehm) zu besetzen, wie solches Alles in beigelegtem Überschlag mit Namen zu sehen ist. Was sonst den Hauptbau anbelangt, der ist von gutem gesundem Eichenholz, wann demselbigen gemachten Überschlag nachgeholfen wird, ist das Beständigkeit halber nicht viel ringer, als ein Haus so von Grund auf neu erbaut worden, ob ich wohl gern mit dem Überschlag ein mehreres eingezogen hatte, so hat es doch solches zu gutem Wehrschaft zu richten mit sein Machen, beläuft sich dieser Bau-Kost ungefähr auf die 187 Gulden und 30 Heller, welches er(rechnet) Gulden, Heller … ich war ………. berichten, und derselben zu behaulichen gleich gesonderlich beschellen sollen.“
Auch für den Umbau des Pfarrhauses sind seine mehrseitigen Arbeitsanweisungen erhalten geblieben und harren der Transkription.
Wer hierzu vertiefende Informationen beitragen kann oder andere Geschichten als „Fundstücke“ beitragen möchte, kann sich gerne bei unserer AG melden heimatgeschichte ät hwv-ammerbuch punkt de).
Für die AG „Poltringer Ortsgeschichte“, Boris Dieter
