{"id":2758,"date":"2021-02-18T08:55:00","date_gmt":"2021-02-18T08:55:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/?p=2758"},"modified":"2023-02-04T20:17:59","modified_gmt":"2023-02-04T20:17:59","slug":"2758","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/?p=2758","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 \u201eNeues vom historischen G\u00e4ssle-Br\u00fcnnele-Kanal\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Direkt am Feldweg Richtung Oberndorf, dem sogenannten \u201eG\u00e4ssle\u201c, gibt es einen Brunnen, der \u201e(G\u00e4ssle-)Br\u00fcnnele\u201c genannt wird. Bei einer Leckagereparatur der Zuleitungsr\u00f6hre entdeckte man 1997 \u00fcberraschenderweise, dass der Brunnen sein Wasser nicht wie vermutet direkt bergauf aus Richtung Heidenwald bezieht, sondern, dass sein Wasser aus einem bis dahin v\u00f6llig unbekannten historischen Kanal Richtung Oberndorf stammt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/HWV-AG-Neues-Gaessle-Bruennele-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2759\" srcset=\"https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/HWV-AG-Neues-Gaessle-Bruennele-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/HWV-AG-Neues-Gaessle-Bruennele-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/HWV-AG-Neues-Gaessle-Bruennele.jpg 1039w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bild von Osten des ge\u00f6ffneten trockenen Kanalst\u00fccks nach der Ableitung des Wassers zum Brunnen, Bild: B. Dieter, Oktober 2018<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der ca. 20 cm breite und hohe Kanal mit einer Steinabdeckung verl\u00e4uft etwa 20 m von der Brunnen\u00f6ffnung etwa 50 cm unter der Oberfl\u00e4che fast senkrecht zur Zuleitungsr\u00f6hre und weist parallel zum Feldweg Richtung Oberndorf bzw. dem Wald am Gewann \u201eVogelsang\u201c und verl\u00e4uft vermutlich nach der Ableitung des Brunnenwassers dann Richtung Dorf oder Ammertal weiter. Er ist nach der Ableitung aber trocken.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zusammenhang mit einer erneuten \u00d6ffnung des Kanals 2018 wurde dann eine Begutachtung und Dokumentation dieses Bodendenkmals durch das Landesdenkmalamt vorgenommen. Sie ergab einen gesch\u00e4tzten Bauzeitraum zwischen dem Jahr 1500 und sp\u00e4testens 1800. Parallele Recherchen, auch im Ortsarchiv, in weiteren schriftlichen Quellen oder Karten, wohin der jahrhundertealte Kanal verl\u00e4uft und wann oder warum er erbaut wurde, waren aber bisher leider erfolglos. Der Kanal ist seltsamerweise nirgends verzeichnet. Vielleicht sind Unterlagen \u00fcber ihn beim Gro\u00dfbrand des Poltringer Rathauses Ende des 18. Jahrhunderts vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt worden und er zeitgleich in Vergessenheit geraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch Analyse der geologischen und topografischen Gegebenheiten und eine hydrologische Wasseruntersuchung der Universit\u00e4t T\u00fcbingen, konnte dann aber der vermutete Quelltopf und Verlauf dorthin zumindest eingegrenzt werden, ist aber noch unsicher. Wohin der Kanal (im Dorf oder im Ammertal?) verlief, ist aber immer noch g\u00e4nzlich unklar.<\/p>\n\n\n\n<p>Um n\u00e4here Informationen zum Verlauf des Kanals Richtung Dorf und vor allem Richtung Quelltopf zu erlangen, ist geplant, im Sommer 2021 eine arch\u00e4ologische Fachfirma privat zu beauftragen. Diese k\u00f6nnte eventuell mit einem Bodenradar die Trasse des Kanals bis zum Quelltopf und vielleicht sogar Richtung Dorf ermitteln. Zudem k\u00f6nnte dann eventuell auch gekl\u00e4rt werden, warum der Brunnen, vielleicht durch Leckstellen oder Besch\u00e4digungen des Quelltopfes, fr\u00fcher erheblich mehr Wasser f\u00fchrte wie heute.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spendenaufruf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die vorgenannte Georadaruntersuchung entstehen nicht unerhebliche Kosten (um die 1.000,00 \u20ac), die bisher schon gr\u00f6\u00dftenteils durch gro\u00dfz\u00fcgige Spendenzusagen abgedeckt sind. Wer die Recherchen zum Verlauf und Quellort des historischen Kanals in Poltringen ebenfalls unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann daher bis 28.2.2021 eine zweckgebundene Spende anweisen an den Heimat- und Wanderverein Ammerbuch e.V. (IBAN: DE54 6416 1397 0067 1250 00, BIC: GENODES1AMM -Volksbank Ammerbuch eG), Verwendungszweck: \u201eSpende Geo Radar\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Spende kann steuerlich abgesetzt werden, die Spender werden \u00fcber die weiteren Aktivit\u00e4ten pr\u00e4feriert informiert und in der Dokumentation gerne genannt. F\u00fcr eine Spendenbescheinigung bitte uns Adresse mitteilen. Vielen Dank im Voraus!<\/p>\n\n\n\n<p>Wer hierzu noch weitere vertiefende Informationen beitragen kann oder andere Geschichten als \u201eFundst\u00fccke\u201c beitragen m\u00f6chte, kann sich gerne bei unserer AG melden (heimatgeschichte \u00e4t hwv-ammerbuch punkt de).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">F\u00fcr die AG \u201ePoltringer Ortsgeschichte\u201c, Boris Dieter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 \u201eNeues vom historischen G\u00e4ssle-Br\u00fcnnele-Kanal\u201c Direkt am Feldweg Richtung Oberndorf, dem sogenannten \u201eG\u00e4ssle\u201c, gibt es einen Brunnen, der \u201e(G\u00e4ssle-)Br\u00fcnnele\u201c genannt wird. 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