{"id":2671,"date":"2020-08-23T14:45:57","date_gmt":"2020-08-23T14:45:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/?p=2671"},"modified":"2020-09-09T14:50:05","modified_gmt":"2020-09-09T14:50:05","slug":"2671","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/?p=2671","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 \u201eDas Rittergut Poltringen im Jahre 1695\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"434\" src=\"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/HWV-AG-Rittergut-1695-1024x434.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2672\" srcset=\"https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/HWV-AG-Rittergut-1695-1024x434.jpg 1024w, https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/HWV-AG-Rittergut-1695-300x127.jpg 300w, https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/HWV-AG-Rittergut-1695-768x326.jpg 768w, https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/HWV-AG-Rittergut-1695-500x212.jpg 500w, https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/HWV-AG-Rittergut-1695.jpg 1386w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> B 33 B\u00fcchel 63 HStA \u201eAnsichten der gr\u00e4flich wolkensteinischen, teils eigenen, teils lehenbaren Schl\u00f6sser samt G\u00e4rten, Umland, Neben- und Wirtschaftsgeb\u00e4uden in Poltringen 1695\u201c <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Es gibt eine wundersch\u00f6ne und detailreiche Panoramakarte \u00fcber den Gesamtbesitz des Poltringer Rittergutes aus 1695. Auf ihr sind viele Aspekte zu erkennen, die bisher nicht sicher belegt oder bekannt waren. Aus der Legende ist erkennbar, dass es bei der Erstellung um Darstellung von Besitzst\u00e4nden, aber auch ungekl\u00e4rten Besitzverh\u00e4ltnissen geht und die Karte wohl f\u00fcr eine anstehende oder laufende Rechtsstreitigkeit erstellt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist hierauf Interessantes zu erkennen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>weder im Dorf noch bei der St. Stephanus-Kirche gab es damals eine Br\u00fccke<\/li><li>auch deutlich erkennbar bei der St. Stephanus-Kirche ist das Geb\u00e4ude des fr\u00fcheren Frauenklosters<\/li><li>es sind wohl noch viele der Geb\u00e4ude eventuell vom 30j\u00e4hrigen Krieg (1618-1648) her besch\u00e4digt \/ \u201eruin\u00f6s\u201c<\/li><li>die Ammers\u00fcdh\u00e4nge waren durchg\u00e4ngig Weing\u00e4rten<\/li><li>mitten im Schlosshof war ein Sch\u00f6pfbrunnen<\/li><li>es gibt zu der Zeit noch beide Schl\u00f6sser<\/li><li>die Schlossscheuer war damals schon einmal abgebrannt gewesen<\/li><li>das Geb\u00e4ude wird hier allerdings interessanterweise als ebersteinisches (weiteres) Schloss bezeichnet<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Legende (\u201eRepertorium \u00fcber den Boltringischen Grundri\u00df\u201c), \u00fcbertragen mit Hilfe von Reinhold Bauer, Entringen, \u00dcberschrift: \u201eGrundri\u00df und Entwurf der Atustation (Situation?) des hochgr\u00e4flich wolkensteinischen Lehenbar und teils eigenen Schlossgeb\u00e4ude, und dieser zu Poltringen ordentlich mit Ziffern angezeigt den 28. Septembris 1695\u201c<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Schloss \u2013 \u201eDas \u00f6sterreichische Lehensschloss samt seinem zugeh\u00f6rigen Wassergraben\u201c<\/li><li>T\u00fcrmchen \/ Mauerecke (zweimal) \u2013 \u201eDrei alle Rondell in dem Einfang des Allody und dessen Hofraitte\u201c<\/li><li>Schlosscheuer (Ruine) \u2013 \u201eDas abgebrannte ebersteinische Schloss, so W\u00fcrttemberg bespricht\u201c<\/li><li>Amtshaus \u2013 \u201eDas steinerne Amtshaus und Pferdestallungen so auch mit W\u00fcrttemberg strittig\u201c<\/li><li>M\u00fchle \u2013 \u201eDie Mahlm\u00fchl welche W\u00fcrttemberg in sein Lehen sich tendiert\u201c<\/li><li>(heute) Wohnhaus M\u00fchlenbesitzer \u2013 \u201eDie ruinose Fruchtscheuer und S: V:  (?) Viehstall\u201c<\/li><li>Waschhaus \u2013 \u201eDas Waschhaus\u201c<\/li><li>Brunnen \u2013 \u201eDer Sch\u00f6pfbrunnen\u201c<\/li><li>T\u00fcrmchen \u2013 \u201eDas Schlosstor\u201c<\/li><li>S\u00fcdlicher Schlossgarten \u2013 \u201eDer Blumengarten\u201c<\/li><li>\u00d6stlicher Schlossgarten \u2013 \u201eDer K\u00fcchengarten zum \u00f6sterreichischen Lehenschloss geh\u00f6rig\u201c<\/li><li>Banngarten Richtung Dorf \u2013 \u201eDer Baumgarten zum \u00f6sterreichischen Lehenschloss geh\u00f6rig\u201c<\/li><li>Aible \u2013 \u201eDer Wiesplatz und Acker, das Aible genannt zum \u00f6sterreichischen Lehenschloss geh\u00f6rig\u201c<\/li><li>Keller \u2013 \u201eDer \u00f6sterreichische lehenbare Keller\u201c<\/li><li>Wiesen westlich des Kellers \u2013 \u201eEin w\u00fcrttembergischer Hofacker\u201c<\/li><li>Banngarten Richtung Reusten \u2013 \u201eAllda soll vor alters her der Ammerbach gelaufen sein\u201c<\/li><li>Hottenbergweinberg \u2013 \u201eDer Rebgarten am Schlossberg per dreieinviertel Morgen an welche die lehenbaren \u00f6sterreichischen Reben einstmals gesucht werden wollen\u201c<\/li><li>Tal\u00e4cker \u2013 \u201eEin \u00f6der Felsen auf dem alten Kelterplatz\u201c<\/li><li>Schafstall \u2013 \u201eDie eigentliche Haferscheuer und Schafsstallungen ganz ruinos\u201c<\/li><li>Schlossweinberg \u2013 \u201eDer Rebberg genannt Kaiser, welchen die mehrere f\u00fcr die \u00f6sterreichischen Lehen Reben halten wollen, desgleichen mit No. 17 in dubio\u201c<\/li><li>Banngarten \u2013 \u201eDer eigene Baumgarten oder sogenannte Bangrat von sechs Mannmahd\u201c<\/li><li>Ammer \u2013 \u201eDer Ammerbach, welcher in den \u00f6sterreichischen Lehensbriefen per errorem der Neccar genannt wird\u201c<\/li><li>St. Stephanus-Kirche \/ 23 \u00bd Frauenkloster \u2013 \u201eDie obere Kirch und alte Pfarr zu denen drei D\u00f6rfern Poltringen, Oberndorf und Raisten\u201c \/ \u201eDas alte eigene sogenannte Nonnenhaus dabei, samt zugeh\u00f6rigem Garten\u201c<\/li><li>Kirchweg nach Oberndorf \u2013 \u201eDer Weg auf Oberndorf\u201c<\/li><li>Rathaus \u2013 \u201eDas Rathaus und Gef\u00e4ngnis zu Poltringen\u201c<\/li><li>(altes) kath. Pfarrhaus \u2013 \u201eDer Pfarrhof, welchen dato bei 25 Jahren der lutherische Predikant bewohnt\u201c<\/li><li>St. Klemens-Kirche \u2013 \u201eDie Capellen St. Clement, welche gedachter Predikant innehat, und darinnen der lutherischen Gemeinde Raisten alle Sonntag die Nachmittag Predigt verrichtet\u201d<\/li><li>Kaplaneihaus \u2013 \u201eDas Caplanneyhaus, darinnen dato der katholische Priester und Pfarrer wohnt, sehr ruinos\u201c<\/li><li>Backhaus \u2013 \u201eDie eigent\u00fcmlich Backk\u00fcche zu Poltringen\u201c<\/li><li>\u00c4cker s\u00fcdlich der Ammer \u2013 \u201eNebst dem Schloss gelegene eigene Herrschafts\u00e4cker zum sogenannten Fronhof\u201c<\/li><li>Weg nach Oberndorf \u2013 \u201eDer untere Weg nach Oberndorf\u201c<\/li><li>Oberndorf \u2013 \u201eDer Flecken Oberndorf\u201c<\/li><li>Bergschloss \u2013 \u201eDas Ehingsche dato Pistorische Schl\u00f6ssl\u201c<\/li><li>Reusten \u2013 \u201eDas lutherische Dorf Raisten, dessen Inwohner die lutherische Predigt zu Poltringen besuchen\u201c<\/li><li>Unterjesingen \/ Pf\u00e4ffingen \u2013 \u201eDas lutherische Dorf Pf\u00e4ffingen von ungef\u00e4hr 20 Inwohner, ist mit einer sonderen Pfarr versehen, und von W\u00fcrttemberg Lehen an die von G\u00fcltlingen, dato aber des Hauptmann Pistori Pfandschilling per 6000 Gulden\u201c<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\">F\u00fcr die AG \u201ePoltringer Ortsgeschichte\u201c, Boris Dieter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 \u201eDas Rittergut Poltringen im Jahre 1695\u201c Es gibt eine wundersch\u00f6ne und detailreiche Panoramakarte \u00fcber den Gesamtbesitz des Poltringer Rittergutes aus 1695. 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