{"id":2449,"date":"2019-08-28T20:33:50","date_gmt":"2019-08-28T20:33:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/?p=2449"},"modified":"2023-02-04T21:38:59","modified_gmt":"2023-02-04T21:38:59","slug":"2449","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/?p=2449","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 Sage von der guten Schlossamme<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eZum Ende des 2. Weltkrieges lebte eine in Berlin ausgebombte Familie (Fam. Lange), mit ihren drei im Schloss geborenen Kindern, alleine im Schloss. Da es im Ammertal keine Luftschutzsirenen gab, konnte man sich erst beim h\u00f6rbaren Dr\u00f6hnen der Flugzeugmotoren in den Keller fl\u00fcchten.<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann began es aber, dass immer vor Luftangriffen ein sich wiederholendes Klopfen an der Wand h\u00f6rbar war. Dadurch konnte man schon Minuten vor den Angriffen den Keller aufsuchen. Man sah dann \u00f6fter nach, ob sich noch jemand im Schloss aufh\u00e4lt, konnte aber nie jemand finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ein weiteres seltsames Erlebnis ergab sich, bei dem einem der Kinder der Teddyb\u00e4r von unsichtbarer Hand in die H\u00f6he schwebend gehoben wurde, dort verharrte und sanft in die Kinderh\u00e4nde zur\u00fcckglitt, ohne dass das Kind Angst zeigte.<\/p>\n\n\n\n<p>Man brachte diese Ereignisse in Verbindung mit der, im Schloss verstorbenen, Amme der letzten Schlossherrin. Diese geh\u00f6rte zu einer durchreisenden Landfahrergruppe, hatte eine Totgeburt in Poltringen und wurde zur Genesung im Schloss aufgenommen, wo sie dann als Amme verblieb.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Gek\u00fcrzt nach den (dem Autor vorliegenden) Aufzeichnungen von Fam. Lange des Schlossverwalters Dieter Christ aus 2001.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer weitere (noch undokumentierte) Poltringer Sagen kennt oder andere Geschichten als \u201eFundst\u00fccke\u201c beitragen m\u00f6chte, kann sich gerne bei unserer AG melden (heimatgeschichte \u00e4t hwv-ammerbuch punkt de).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">F\u00fcr die AG \u201ePoltringer Heimatgeschichte\u201c, Boris Dieter<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 \u201eWoher kommt das Poltringer Ortswappen?\u201c<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"344\" height=\"400\" src=\"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/HWV-AG-Wappen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2450\" srcset=\"https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/HWV-AG-Wappen.jpg 344w, https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/HWV-AG-Wappen-258x300.jpg 258w\" sizes=\"auto, (max-width: 344px) 100vw, 344px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> Bild: Wikipedia <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Das erst 1933 festgelegte Gemeindewappen zeigt in Silber auf gr\u00fcnem Dreiberg einen stehenden, rotbezungten schwarzen Eber, dar\u00fcber eine f\u00fcnfbl\u00e4ttrige rote Rose. Der Eber ist ein altes Fleckenzeichen und geht auf die ehemaligen Ortsherren (bis 16. Jhrdt.), die Grafen von Eberstein, zur\u00fcck, aus deren Wappen auch die Rose \u00fcbernommen wurde. Die Rose ist ein Ehrenzeichen, dass den Ebersteinern wohl f\u00fcr ihre Verdienste um die Kirche vom Papst verliehen wurde und daher in deren fr\u00fchestem Wappen (noch vor dem Eber!) aufgef\u00fchrt wurde. Diese p\u00e4pstliche Ehrung gibt es seit dem 11. Jhrdt. und bestand aus einer vergoldeten silbernen Rose mit einem blauen Saphir in der Mitte. Das Wappen war 38 Jahre lang bis zur Gr\u00fcndung von Ammerbuch im Jahr 1971 g\u00fcltig.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis 1933 verf\u00fcgte Poltringen \u00fcber kein offizielles Wappen. Da Gemeindewappen aber zu Beginn des 20. Jahrhundert immer beliebter wurden (z.B. 1907 hatte von 1900 Gemeinden in W\u00fcrttemberg nur 152 ein eigenes Wappen) und nachdem zun\u00e4chst nur die St\u00e4dte als wappenf\u00e4hig galten, dies ab 1926 aber auch auf Gemeinden zutraf, entstanden immer mehr Gemeindewappen. Durch die Bestimmungen der deutschen Gemeindeordnung von 1935 wurde die Wappenannahme oder \u00c4nderung dann zu einem staatlichen Verwaltungsakt. Jede Gemeinde, die ein Dienstsiegel mit eigenem Bild haben wollte, musste ein Wappen f\u00fchren. Gemeinden ohne Wappen f\u00fchrten ein Dienstsiegel mit Hakenkreuz. Auch dies k\u00f6nnte dazu motiviert haben sich im eher NSDAP-kritischen Poltringen (siehe Amtsblattartikel vom 14.03.19) ein eigenes Wappen zulegten.<\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher genutzte Poltringer Gemeindefahnen waren rot-wei\u00df, was ggf. Bezug zu den Farben der letzten adligen Schlossherren hatte (v. Ulm-Erbach, blau-wei\u00df-rot) und heute sich noch zeigt in den rote-wei\u00dfen Fahnen des PFC.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer hierzu vertiefende Informationen beitragen kann oder andere Geschichten als \u201eFundst\u00fccke\u201c beitragen m\u00f6chte, kann sich gerne bei unserer AG melden (heimatgeschichte \u00e4t hwv-ammerbuch punkt de).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">F\u00fcr die AG \u201ePoltringer Ortsgeschichte\u201c, Boris Dieter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 Sage von der guten Schlossamme \u201eZum Ende des 2. Weltkrieges lebte eine in Berlin ausgebombte Familie (Fam. Lange), mit ihren drei im Schloss geborenen Kindern, alleine im Schloss. Da es im Ammertal keine Luftschutzsirenen gab, konnte man sich erst beim h\u00f6rbaren Dr\u00f6hnen der Flugzeugmotoren in den Keller fl\u00fcchten. 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