{"id":2431,"date":"2019-07-09T20:30:54","date_gmt":"2019-07-09T20:30:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/?p=2431"},"modified":"2023-02-04T20:31:18","modified_gmt":"2023-02-04T20:31:18","slug":"2431","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/?p=2431","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 Wann wurde Poltringen erstmals urkundlich erw\u00e4hnt?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"563\" src=\"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/HWV-AG-Geburtsurkunde-1024x563.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2432\" srcset=\"https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/HWV-AG-Geburtsurkunde-1024x563.jpg 1024w, https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/HWV-AG-Geburtsurkunde-300x165.jpg 300w, https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/HWV-AG-Geburtsurkunde-768x422.jpg 768w, https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/HWV-AG-Geburtsurkunde-500x275.jpg 500w, https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/HWV-AG-Geburtsurkunde.jpg 1387w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> <em>Aus Kunstf\u00fchrer \u201eKloster und Schloss Bebenhausen\u201c von Mathias K\u00f6hler, Rainer Y und Carla Fandrey, S. 7<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dies war am 30.07.1191 in der Gr\u00fcndungsurkunde des Kloster Bebenhausen (\u00dcbersetzung aus Michael Buhlmann \u201eDas Kloster Bebenhausen im Mittelalter\u201c Vertex Alemanniae, Heft 19, 2005, S. 29-43). Vorher gab es keine schriftliche Nennung des Namens Poltringen, obwohl es das Dorf schon einige Jahrhunderte davor schon gab. Es wurde aber damals nur wenige und wichtige Urkunden erstellt und \u00fcberdauerten. Die \u00e4lteste erhaltene Originalurkunde Deutschlands stammt von K\u00f6nig Pippins aus dem Jahr 760 (Schenkung an Reichsabtei Fulda).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cIm Namen der heiligen und ungeteilten Dreieinigkeit. Ich, Rudolf, durch die Gnade Gottes Pfalzgraf von T\u00fcbingen, dem ehrw\u00fcrdigen Abt Diepold und allen diesem kanonisch folgenden [\u00c4bten] auf ewig. Die heutige Generation und jede, die geboren wird und entsteht, soll erfahren, dass, weil der Sch\u00f6pfer des Alls es so eingerichtet hat, dass jenes Haus der heiligsten Gottesmutter in Bebenhausen durch den Aufwand unserer Hilfe entstand, wir das Gut, das der Speyrer Kirche geh\u00f6rte, mit Zustimmung unserer geliebten Ehefrau Mathilde und unserer Kinder rechtm\u00e4\u00dfig getauscht haben, wobei der ruhmreichste Kaiser Friedrich [I. Barbarossa] und dessen Sohn Heinrich [VII.] sowie andere F\u00fcrsten des K\u00f6nigreichs dies beg\u00fcnstigten und best\u00e4tigten und wir auf Grund der Autorit\u00e4t dieser den Ort wegen des Ged\u00e4chtnisses an unsere Eltern im Gottesdienst dem Pr\u00e4monstratenserorden zugewiesen haben. Als danach aber aus gewissen Gr\u00fcnden der Konvent dieses Ordens [den Ort] verlie\u00df, wurde durch die Autorit\u00e4t des Herrn Kaiser Heinrich, der damals dem verstorbenen Vater im Kaisertum nachfolgte, gl\u00fccklich der Zisterzienserorden herbeigerufen, und dieser erhielt durch uns jenen Ort und alle zu diesem geh\u00f6renden zinspflichtigen Leute zusammen mit den G\u00fctern, frei von Vogtei und Steuer, gleichwie es die Einrichtung dieses Ordens erfordert, und wir haben [dies alles] ganz und gar \u00fcberlassen. Und weil ja der heilige und wohlgef\u00e4llige Lebenswandel dieser Religiosen uns zu weiteren Wohltaten treibt, haben wir auch das Privileg eines besonderen Geschenks zu ewigem Recht dazugetragen: dass wer von den Dienstleuten, Kaufleuten oder Bauern, von Leuten irgendeinen Standes oder irgendeines Berufs, krank oder gesund, sich zum Lebenswandel dieser [Zisterzienser] bekehren oder ein Teil seiner beweglichen oder unbeweglichen Habe \u00fcbertragen will, er in allem die freie M\u00f6glichkeit dazu hat, wenn er unserer Gewalt unterworfen ist. F\u00fcr unsere Verdienste verlangen wir nichts, lieber w\u00e4hlen wir diese als betende Sachwalter beim furchtbaren Richter [des J\u00fcngsten Gerichts] und erwarten von diesen fest und treu Dank und das Versprechen, dass nach unserem Tod an jedem [Todes-] Tag, wenn es m\u00f6glich ist, zu unserem Gedenken und das unserer Eltern immer dort die Totenmesse gefeiert wird. Nicht zu vergessen ist, dass wir festgesetzt haben, dass Besitzungen und G\u00fcter, die wir diesen [M\u00f6nchen] geschenkt haben, von jeglicher Vogtei frei sein sollen. Um g\u00f6ttlicher Vergebung willen haben wir auch diesem Kloster mit kaiserlicher Autorit\u00e4t bewilligt [ein Gebiet] im Wald Sch\u00f6nbuch mit den Grenzen, \u2026..(K\u00dcRZUNG)\u2026.. Innerhalb dieser Grenzen m\u00f6gen sie [die M\u00f6nche] Feuerholz und anderes zu ihrem Nutzen Notwendige herbeischaffen. Wenn innerhalb dieser Grenzen das Holz zum Bauen nicht ausreicht, haben sie die freie Verf\u00fcgung, innerhalb des gesamten Waldes, der Sch\u00f6nbuch hei\u00dft, Holz zu f\u00e4llen. Und sie m\u00f6gen die Weiden des gesamten Waldes nutzen mit Ausnahme der Schafe, f\u00fcr die wir die Freiheit des Abweidens nicht zuerkannt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit daher niemand es wagt, die feste Angelegenheit dieser Schenkung mutwillig herabzusetzen, haben wir veranlasst, die vorliegende Urkunde durch den Eindruck unseres Siegels und die Nennung der Zeugen zu kennzeichnen. Dies sind die Namen der Zeugen, die dabei waren: \u2026.(K\u00dcRZUNG)\u2026. Von den Dienstleuten: Truchsess Friedrich und dessen Bruder Diemo, Vogt Konrad von Ruck, Heinrich von Poltringen, Walter von Lustnau, Dietrich und Hugo von Ihlingen, Friedrich von Weitingen und Eticho, Heinrich und Werner von Bondorf, Kraft von Hailfingen, Konrad von Pf\u00e4ffingen, Friedrich und Hugo von Gomaringen und viele andere mehr. Geschehen ist dies im Jahr 1191 von der Fleischwerdung des Herrn an, als der r\u00f6mische Kaiser Heinrich herrschte. Gegeben an den 3. Kalenden des August in Asberg.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 \u201eB\u00fchnensage\u201c von Ritter Volpert von Poltringen<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"148\" height=\"221\" src=\"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/HWV-AG-Ritter-Volpert.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2433\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> <em>Suleima und Volpert v. Poltringen<\/em> <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p> \u201eRitter Belrem von Weissenstein, der mit Kaiser Barbarossa zum Kreuzzug ins Heilige Land zieht, verliebt sich dort in die sch\u00f6ne Orientalin Suleima, die aber seinem Freund Volpert von Poltringen den Vorzug gibt. Von Eifersucht und Rache getrieben, versucht Belrem zun\u00e4chst die Liebenden zu ermorden, dies misslingt. Als er bei der Hochzeit des Grafen von T\u00fcbingen auf die beiden st\u00f6\u00dft, lockt er Volpert in einen Hinterhalt, wo dieser durch Konrad von Vaihingen, einem fiesen Saufkumpan von Belrem, mit Suleima erdolcht wird. Ritter Belrem macht sich anschlie\u00dfend f\u00fcr 20 Jahre aus dem Staub, kehrt aber dann mit Frau und Kindern auf seine Burg Kr\u00e4heneck zur\u00fcck. Doch in all den Jahren seines unsteten Lebens, verfolgt ihn ein schlechtes Gewissen. In der Schlussszene auf der nebelumh\u00fcllten Burgzinne, erscheint ihm die anklagende Suleima. Mit der Erkenntnis, dass er seiner Schuld nicht davonlaufen kann, st\u00fcrzt er sich von der Burgzinne hinunter in den Tod.\u201d                                         <\/p>\n\n\n\n<p>Aus \u201eBELREM &#8211; Eine Moritat aus der Ritterzeit von Fritz Sch\u00f6nthaler, Premiere: Juli 2009 auf der Burg Kr\u00e4heneck, Pforzheim-Dillwei\u00dfenstein, unter Verwendung von Motiven aus dem St\u00fcck \u201eBelrem von Wei\u00dfenstein\u201c aus dem Jahr 1928 von Adolf Becker (Inszenierung: Reinhard K\u00f6lmel; Produktion des Amateurtheatervereins Pforzheim).<\/p>\n\n\n\n<p>Wer weitere (noch undokumentierte) Poltringer Sagen kennt oder andere Geschichten als \u201eFundst\u00fccke\u201c beitragen m\u00f6chte, kann sich gerne bei unserer AG melden (heimatgeschichte \u00e4t hwv-ammerbuch punkt de).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">F\u00fcr die AG \u201ePoltringer Heimatgeschichte\u201c, Boris Dieter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 Wann wurde Poltringen erstmals urkundlich erw\u00e4hnt? 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