{"id":2260,"date":"2018-10-23T22:24:23","date_gmt":"2018-10-23T22:24:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/?p=2260"},"modified":"2023-02-04T20:35:00","modified_gmt":"2023-02-04T20:35:00","slug":"2260","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/?p=2260","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<div>\n<h2><strong>Poltringer Heimatgeschichte<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Ein Heuwagen von 1940<br \/>\n<\/strong>Ein tolles Fundst\u00fcck aus der Poltringer Schlossscheuer.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hwv-Beschreibung-Heuwagen.pdf\">Link zum PDF<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div><strong>Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 Fliegerangriff<br \/>\n<\/strong>Im 2. Weltkrieg gab es in Poltringen selbst nur 2 Todesf\u00e4lle durch einen Fliegerangriff. Dieser fand Anfang \/ Mitte April 1945 kurz vor dem Einmarsch der Franzosen am 19.04.1945 durch eine Milit\u00e4rmaschine im Tiefflug statt.<br \/>\n\u201eDas war f\u00fcr mich als Kind, Geburtsjahrgang 1937, ein sehr tragisches Ereignis. Ich wohnte damals mit meiner Mutter ganz nahe am Ort des Geschehens, in der Hauptstra\u00dfe 28. Mein Vater war im Krieg. Es gab den von uns allen sehr gef\u00fcrchteten Fliegeralarm. Ich schaute aus dem Fenster und sah, wie ein feindlicher Flieger ganz tief flog und im n\u00e4chsten Moment ging auch schon die Schie\u00dferei los.<\/p>\n<p>Was war geschehen? Ein Auto mit zwei hochkar\u00e4tigen NS-Funktion\u00e4ren im Fond und einem franz\u00f6sischen kriegsgefangenen Fahrer sollte von T\u00fcbingen nach Herrenberg fahren. Gegen\u00fcber des Anwesens der B\u00e4ckerei Euper stand fr\u00fcher das Rathaus und noch ein Privathaus. Die Stra\u00dfe war sehr eng dort.<\/p>\n<p>Der damalige B\u00fcrgermeister Josef Schmid stoppte dort das Fahrzeug und sagte, dass bei Fliegeralarm das Weiterfahren verboten sei. Nach wenigen Minuten gaben die Insassen dem Fahrer jedoch den Befehl, weiterzufahren. Sie kamen nicht weit, nur bis zum Geb\u00e4ude Wagner (fr\u00fcher Gemischtwarenhandlung)\u00a0 Dort wurde das Feuer er\u00f6ffnet. Die beiden M\u00e4nner im Auto wurden schwer getroffen.<\/p>\n<p>Einer der M\u00e4nner stieg noch aus dem Auto, nach wenigen Metern ist er \u00a0jedoch tot zusammengebrochen. Der 2. Mann starb auf dem R\u00fccksitz des Autos und genau unter dem dort auf einer kleinen Mauer stehenden Steinkreuz. Hinter dieses Kreuz hatte sich ein Fu\u00dfg\u00e4nger, ein junger Mann aus Litauen, in seiner Todesangst gefl\u00fcchtet und blieb unverletzt. Auch der Fahrer des Autos blieb unverletzt.<br \/>\nEs war wohl in Poltringen bekannt, dass der Mann, welcher direkt unter dem Kreuz starb, mit dabei gewesen sein soll, als Bischof Sproll\u00a0 von den Nazis aus seinem Rottenburger Sitz gefangengenommen wurde, um ins Konzentrationslager interniert zu werden. Es war bekannt, dass dies eine ganz \u00fcble und besch\u00e4mende Aktion der Nazis war, bei der u. a. auch mit faulen Eiern geworfen wurde.\u201c<br \/>\nAufgezeichnet von\u00a0 Hanne Baur geb. Vogelmann, damals wohnhaft Poltringen, Hauptstra\u00dfe 28<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Wer hierzu vertiefende Informationen beitragen kann\u00a0<strong>(z.B. Bilder \/\u00a0 Beschreibungen \/ Namen der Opfer kennt?)<\/strong> oder andere Geschichten als \u201eFundst\u00fccke\u201c beitragen m\u00f6chte, kann sich gerne bei unserer AG melden (heimatgeschichte \u00e4t hwv-ammerbuch punkt de).<\/p>\n<p>F\u00fcr die AG \u201ePoltringer Heimatgeschichte\u201c, Boris Dieter<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Poltringer Heimatgeschichte Ein Heuwagen von 1940 Ein tolles Fundst\u00fcck aus der Poltringer Schlossscheuer. Link zum PDF Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 Fliegerangriff Im 2. Weltkrieg gab es in Poltringen selbst nur 2 Todesf\u00e4lle durch einen Fliegerangriff. 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