{"id":2217,"date":"2018-11-12T23:27:22","date_gmt":"2018-11-12T23:27:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/?p=2217"},"modified":"2023-02-04T20:34:51","modified_gmt":"2023-02-04T20:34:51","slug":"2217","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/?p=2217","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<h2>Poltringer Heimatgeschichte &#8211; Einladung<\/h2>\n<p>Das n\u00e4chste Treffen der &#8222;Arbeitsgemeinschaft Poltringer Heimatgeschichte&#8220; ist am 27.11.2018 um 20 Uhr in der Palmbergh\u00fctte. Wer bei ortsgeschichtlichen Themen aktiv mitarbeiten will, ist hierzu herzlich eingeladen. Die Arbeitsgemeinschaft freut sich immer \u00fcber das Beisteuern von Bildern und Geschichten.<\/p>\n<p>Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 Beschreibung Poltringens in der Herrenberger Oberamtsbeschreibung von 1855 (Teil 1 von 2)<br \/>\n\u201eKapitel B 22 \u201ePoltringen\u201c: Gemeinde III. Klasse mit 643 Kath. und 7 Evangel. Einwohnern. \u2013 Kath Pfarrei. Die Evangel. sind nach Reusten eingepfarrt.<\/p>\n<p>Das Dorf Poltringen, mit einem dem Freiherrn von Ulm geh\u00f6rigen Schlo\u00df, hat eine angenehme, gegen Norden gesch\u00fctzte Lage in dem schmalen Ammerthale, welches sich unterhalb (\u00f6stlich) des Dorfs zu einem \u00fcppigen Wiesengrunde erweitert, an den sich fruchtreiche, ganz leicht ansteigende Ackergel\u00e4nde anlehnen, w\u00e4hrend zun\u00e4chst des Orts die Muschelkalkthalw\u00e4nde noch ziemlich stark ausgesprochen sind. Durch das Dorf flie\u00dft die zu einem Fl\u00fc\u00dfchen herangewachsene, muntere Ammer, welche am \u00f6stlichen Ende des Orts eine S\u00e4ge-, \u00d6l- und Gyps-M\u00fchle und in der N\u00e4he des Schlosses eine dem Freiherrn von Ulm geh\u00f6rige M\u00fchle mit drei Mahlg\u00e4ngen und einem Gerbgang in Bewegung setzt. \u00dcber das Fl\u00fc\u00dfchen f\u00fchrt innerhalb des Dorfes eine h\u00f6lzerne \u2013 und au\u00dferhalb desselben eine steinerne Br\u00fccke.<\/p>\n<p>Das 21\/2 Stunden s\u00fcd\u00f6stlich von Herrenberg und zwei Stunden westlich von T\u00fcbingen gelegene Dorf geh\u00f6rt zu den mittelgro\u00dfen des Bezirks und besteht bei einer ziemlich unregelm\u00e4\u00dfigen Anlage meist aus einfachen \u2013 zum Theil Armuth verrathenden Wohnungen; die Ortsstra\u00dfen, denen \u00fcbrigens die Kandelung noch abgeht, befinden sich in ziemlich gutem Zustande.<\/p>\n<p>Auslassung zu Pfarrkirche zum hl. Stephan und Kirche zum hl. Clemens &#8211;<\/p>\n<p>In der N\u00e4he der Clemenskirche ist frei und angenehm gelegen das Pfarrhaus, dessen Unterhaltung dem Freiherrn von Ulm obliegt. Das in den 1780ger Jahren erbaute Rathhaus, in welchem auch die Schulzimmer eingerichtet sind, steht an der Hauptstra\u00dfe im s\u00fcdlichen Theil des Orts. F\u00fcr den Lehrer an der Volksschule, neben welcher seit einem Jahrzehent noch eine Industrie-Anstalt besteht, lie\u00df die Gemeinde im Jahr 1838 zun\u00e4chst des Pfarrhauses eine eigene Wohnung herstellen.<\/p>\n<p>Auslassung zu Schloss Poltringen \u2013<\/p>\n<p>Der Ort ist mit sehr gutem Trinkwasser, welches zwei laufende und zwei Sch\u00f6pfbrunnen liefern, das ganze Jahr hindurch hinreichend versehen; periodisch flie\u00dfende Quellen (Hungerbrunnen) befinden sich in der Leimengruben und im Kornberg. Etwa 1\/4 Stunde n\u00f6rdlich vom Ort in der N\u00e4he des Ro\u00dfbergs besteht ein See, der \u00fcbrigens h\u00e4ufig trocken liegt.<\/p>\n<p>Die Einwohner, deren Hauptnahrungsquellen in Feldbau und Viehzucht bestehen, sind im Durchschnitt gut gewachsene, sehr flei\u00dfige, ruhige Leute, die sich \u00fcbrigens in sehr mittelm\u00e4\u00dfigen Verm\u00f6gensumst\u00e4nden befinden, wie denn der Beg\u00fctertste nur 20 Morgen Felder besitzt. Die Zahl der Unbemittelten, denen leider Gelegenheit zum Verdienst mangelt, hat namentlich in Folge der Abnahme der fr\u00fcher stark getriebenen Flachsspinnerei sehr zugenommen. Die Ortsmarkung, von der die Gutherrschaft 1\/3 besitzt, wogegen die Poltringer sich auf der Markung von Entringen, mit etwa 70 Morgen angekauft haben, ist nicht gro\u00df und hat im Allgemeinen einen mittelfruchtbaren Boden; er besteht theils aus Lehm mit einem die Feuchtigkeit nicht durchlassenden Untergrund, theils aus schwerem Thonboden und aus mageren Mergeln und Sandsteinpl\u00e4ttchen der Lettenkohlengruppe. Wegen des h\u00e4ufigen, thonigen Untergrundes ist der Ertrag der Felder in nassen Jahrg\u00e4ngen geringer als in trockenen. Die besten G\u00fcter liegen in Engwiesen, Gairen, auf dem Aischbach, im oberen Feld, in Malmen etc.\u201c<\/p>\n<p>Teil 2 des historischen Textes folgt in der n\u00e4chsten Ausgabe.<\/p>\n<p>Der vollst\u00e4ndige Text ist hier zu finden: https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Beschreibung_des_Oberamts_Herrenberg\/Kapitel_B_22<\/p>\n<p>Wer hierzu vertiefende Informationen beitragen kann oder andere Geschichten als \u201eFundst\u00fccke\u201c beitragen m\u00f6chte, kann sich gerne bei unserer AG melden (heimatgeschichte \u00e4t hwv-ammerbuch punkt de).<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">F\u00fcr die AG \u201ePoltringer Heimatgeschichte\u201c, Boris Dieter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Poltringer Heimatgeschichte &#8211; Einladung Das n\u00e4chste Treffen der &#8222;Arbeitsgemeinschaft Poltringer Heimatgeschichte&#8220; ist am 27.11.2018 um 20 Uhr in der Palmbergh\u00fctte. Wer bei ortsgeschichtlichen Themen aktiv mitarbeiten will, ist hierzu herzlich eingeladen. 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