{"id":2685,"date":"2020-10-04T15:52:49","date_gmt":"2020-10-04T15:52:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/?p=2685"},"modified":"2023-02-04T20:20:33","modified_gmt":"2023-02-04T20:20:33","slug":"2685","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/?p=2685","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 \u201eRusslandfeldzug 1812\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Als Verb\u00fcndeter Napoleons musste W\u00fcrttemberg f\u00fcr den Russlandfeldzug ab Juni 1812 ein gro\u00dfes Truppenkontingent zur Grande Arm\u00e9e stellen, die insgesamt etwa 610.000 Mann umfasste. Dieses Kontingent bestand aus 15.800 Mann, 3.400 Pferden und 30 Gesch\u00fctzen und stellte fast die gesamte Streitmacht W\u00fcrttembergs zu dieser Zeit dar.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/HWV-AG-Russlandfeldzug-1812.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2686\" width=\"339\" height=\"496\" srcset=\"http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/HWV-AG-Russlandfeldzug-1812.jpg 473w, http:\/\/www.hwv-ammerbuch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/HWV-AG-Russlandfeldzug-1812-205x300.jpg 205w\" sizes=\"auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> Uniformdarstellung, Offiziere der Infanterie, des Garde-F\u00fcsilier-Regiments, der Grenadiere zu Pferde, des Leib-J\u00e4ger-Regiments und der Reitenden Artillerie, K\u00f6nigreich W\u00fcrttemberg, 1812, Zeichner: Richard Kn\u00f6tel, zwischen 1890 und 1918 <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Auch ein Poltringer Wehrpflichtiger, der 1789 geborene Matth\u00e4us Baumann, musste gem\u00e4\u00df Ortsarchiv (in Pflegschaftsrechnungen Rf 1) an diesem Feldzug teilnehmen. Wie die meisten Soldaten, es kehrten nur etwa 30.000 Mann der Gesamtarmee aus Russland zur\u00fcck, \u00fcberlebte er den Krieg wahrscheinlich nicht und ist mit 23 Jahren als im \u201eRussischen Feldzug vermisst\u201c vermerkt. Von den fast 16.000 W\u00fcrttembergern kehrten auch nur unter 400 dann im Winter 1812\/13 zur\u00fcck. Es ist aber dokumentiert, dass die W\u00fcrttemberger stolz waren, wohl aber eher nicht die trauernden Angeh\u00f6rigen, aus dem Feldzug alle Fahnen zur\u00fcckgebracht zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sich der Blutzoll nicht nur durch Kampfhandlungen, sondern \u00fcberwiegend durch Krankheiten, Desertionen und Hunger schon im Sommer abzeichnete und nur noch 2.400 W\u00fcrttemberger Moskau im September erreichten, befahl der w\u00fcrttembergische K\u00f6nig schon im Oktober 1812 vor der R\u00fcckkehr der Reste der w\u00fcrttembergischen Truppen ab Dezember, neue Verb\u00e4nde zum sofortigen Abmarsch ins Feld f\u00fcr die weitere Kriegsf\u00fchrung aufzustellen. Und schon im August hatte der w\u00fcrttembergische K\u00f6nig daher den Soldaten verboten schlechte Nachrichten in Briefen zu verbreiten. Der Rest des Kontingents ging dann beim R\u00fcckmarsch von Moskau nach Einbruch des Winters durch Erfrierungen, Krankheiten und die verfolgende russische Armee bis auf wenige hundert Mann elend zu Grunde.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer hierzu vertiefende Informationen beitragen kann oder andere Geschichten als \u201eFundst\u00fccke\u201c beitragen m\u00f6chte, kann sich gerne bei unserer AG melden (heimatgeschichte \u00e4t hwv-ammerbuch punkt de).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">F\u00fcr die AG \u201ePoltringer Ortsgeschichte\u201c, Boris Dieter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Funde aus der Poltringer Ortsgeschichte \u2013 \u201eRusslandfeldzug 1812\u201c Als Verb\u00fcndeter Napoleons musste W\u00fcrttemberg f\u00fcr den Russlandfeldzug ab Juni 1812 ein gro\u00dfes Truppenkontingent zur Grande Arm\u00e9e stellen, die insgesamt etwa 610.000 Mann umfasste. 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